Sell Like You Mean It Erfahrungen: Kosten & ehrlicher Test 2026
Jana Ehrenberg richtet sich an Fachleute, denen jede Form von Verkaufsdruck widerstrebt. Unser Tester gehört genau zu dieser Gruppe und hat 18 Wochen lang ausprobiert, ob man ehrlich und trotzdem erfolgreich verkaufen kann.
Autor: Normen Bramkamp, RedaktionWer wir sind und wie wir testen: Über die Redaktion von Coachingtester
Auf einen Blick: Sell Like You Mean It setzt nicht bei Abschlusstechniken an, sondern bei den Gründen, warum jemand im Gespräch einknickt. Das hat bei unserem Tester gewirkt, seine Quote stieg von unter 20 auf rund 38 Prozent. Die Inhalte sind gut, der Preis ist für das Gebotene aber eher hoch.
1:1-Programm über 18 Wochen mit Diagnosephase und Slack-Community
Inhaltsverzeichnis
- Unser Tester: Fachmann mit Abneigung gegen Verkaufen
- Der Ansatz: erst verstehen, dann üben
- Was im Programm enthalten ist
- Der Testverlauf aus Sicht der Redaktion
- Jana Ehrenberg als Coachin
- Schwächen, die man kennen sollte
- Sell Like You Mean It Kosten und Vertrag
- Vor- und Nachteile
- Für wen geeignet?
- Fazit und Bewertung
- Häufige Fragen
Unser Tester: Fachmann mit Abneigung gegen Verkaufen
Unser Tester ist IT-Berater und seit drei Jahren selbstständig. Er richtet Netzwerke und Sicherheitslösungen für Arztpraxen und Kanzleien ein. Seine Kunden schätzen ihn fachlich. Verkaufen dagegen empfand er immer als unangenehm. Sobald ein Interessent zögerte, bot er von sich aus einen Nachlass an oder schlug vor, „erst mal klein anzufangen“. Bei Angeboten über 8.000 Euro schloss er weniger als jedes fünfte Erstgespräch ab.
Er hat Sell Like You Mean It unter eigenem Namen gebucht, die Redaktion hat die 10.000 Euro übernommen. Jana Ehrenberg wusste nicht, dass ihr Programm getestet wird. Für diesen Bericht haben wir seine Session-Notizen, elf ausgewertete Kundengespräche und ein kurzes Gespräch nach jeder zweiten Woche ausgewertet.
Der Ansatz: erst verstehen, dann üben
Was Sell Like You Mean It von den meisten Vertriebsprogrammen unterscheidet, ist die Reihenfolge. Die ersten sechs Wochen enthalten keine einzige Abschlusstechnik. Stattdessen geht es um die Frage, wann und warum jemand im Gespräch die Haltung verliert. Ehrenberg arbeitet dafür mit Elementen der gewaltfreien Kommunikation, mit Verhandlungsgrundsätzen nach dem Harvard-Modell und mit der Auswertung echter Kundengespräche des Teilnehmers.
Ihr Ausgangspunkt: Wer Verkaufen als Drängeln erlebt, wird jede Technik so abschwächen, dass sie nicht mehr wirkt. Erst wenn klar ist, was einen im Gespräch zurückweichen lässt, haben Techniken eine Chance. Für unseren Tester war das zunächst irritierend. Nach der zweiten Session schrieb er in seine Notizen, er habe ein Vertriebstraining gebucht und keine Selbsterfahrung. Diese Sicht änderte sich bis Woche acht.
Was im Programm enthalten ist
- 18 Einzelsessions per Video, je 75 Minuten, in der Regel dienstags
- Ein digitales Workbook mit Gesprächsleitfäden, Rollenspielen und Reflexionsübungen
- Auswertung eingereichter Gesprächsaufnahmen mit Anmerkungen per Sprachnachricht
- Eine geschlossene Slack-Gruppe mit rund 40 aktuellen Teilnehmern
Die Slack-Gruppe war lebendiger als erwartet. Ehrenberg schrieb dort mehrmals pro Woche, kommentierte hochgeladene Gesprächsprotokolle und stellte Übungsfragen. Ein Teilnehmer lud in Woche zehn das Protokoll eines verlorenen Angebots hoch und bekam innerhalb eines Tages zwölf Rückmeldungen, darunter eine ausführliche von Ehrenberg selbst.
Der Testverlauf aus Sicht der Redaktion
Woche 1 bis 6: Muster erkennen
In der Diagnosephase ließ Ehrenberg unseren Tester fünf eigene Kundengespräche aufnehmen. Gemeinsam markierten sie jede Stelle, an der er zurückwich. Das Ergebnis überraschte ihn: Er knickte nicht beim Preis ein, sondern schon vorher, sobald ein Kunde auf vorhandene Technik verwies, die „doch eigentlich noch läuft“. Er erlebte das als Kritik an seiner Empfehlung und wurde defensiv. Der Preis war danach nur noch die logische Folge.
Woche 7 bis 12: Werkzeuge für genau diese Momente
Erst jetzt kamen Techniken. Ehrenberg übte mit ihm, Einwände zunächst zu spiegeln und nachzufragen, statt sie sofort zu entkräften. Dazu kamen zwei feste Formulierungen für die Preisnennung, die er in Rollenspielen so lange wiederholte, bis sie natürlich klangen. In Woche neun nannte er bei einer Zahnarztpraxis zum ersten Mal einen Preis von 12.000 Euro, ohne gleich eine kleinere Variante nachzuschieben. Der Auftrag kam.
Woche 13 bis 18: eigener Gesprächsrahmen
Im letzten Abschnitt entwickelte unser Tester einen eigenen, wiederholbaren Ablauf für Erstgespräche. Ehrenberg gab keinen fertigen Leitfaden vor, sondern prüfte seinen Entwurf an weiteren Aufnahmen. Das dauerte länger als ein vorgefertigtes Skript, passt aber besser zu ihm. Er setzt den Ablauf bis heute ein.
Ergebnis
In den letzten sieben Wochen schloss unser Tester rund 38 Prozent seiner Erstgespräche ab. Bemerkenswerter fand er selbst einen anderen Punkt: Die Anspannung vor Kundenterminen ist deutlich geringer geworden. Das lässt sich schlecht messen, war für ihn aber der eigentliche Gewinn.
Jana Ehrenberg als Coachin
Wer nach Jana Ehrenberg Erfahrungen sucht, stößt vor allem auf ihren Online-Auftritt mit Videos und Podcast-Folgen. In der Zusammenarbeit wirkt sie ruhiger als dort. Sie stellt viele offene Fragen, lässt Pausen stehen und fasst am Ende jeder Session in zwei Sätzen zusammen, was bis zur nächsten Woche ausprobiert werden soll.
Bemerkenswert war ihr Umgang mit Rückschlägen. Nach einem verlorenen Auftrag in Woche elf wollte unser Tester die Session absagen. Ehrenberg nahm das Gespräch stattdessen als Material und ging die Aufnahme Minute für Minute mit ihm durch. Dabei zeigte sich, dass er das Gespräch nicht beim Preis, sondern schon bei der Terminabsprache aus der Hand gegeben hatte.
Ihre Rückmeldungen zu eingereichten Aufnahmen kamen als Sprachnachrichten von fünf bis zehn Minuten. Das ist persönlicher als ein kommentiertes Transkript, aber schwerer nachzuschlagen. Unser Tester schrieb sich die wichtigsten Punkte deshalb selbst heraus.
Schwächen, die man kennen sollte
Die Diagnosephase ist eine Stärke, sie hat aber ihren Preis. Wer schnell konkrete Gesprächstechniken braucht, verbringt die ersten anderthalb Monate mit Grundlagenarbeit. Für Menschen, die gern verkaufen und nur ihr Handwerk schärfen wollen, ist das Programm zu langsam.
Auch die Darstellung von Jana Ehrenberg selbst ist dünn. Ihre Website nennt „über 15 Jahre Vertriebserfahrung“ und eine systemische Coaching-Ausbildung, aber keine Institute, Arbeitgeber oder überprüfbaren Referenzen. Auf Nachfrage nannte sie die Stationen glaubwürdig und ausführlich. Sichtbar ist davon öffentlich bisher nichts.
Und schließlich der Preis. Ein Teil davon bezahlt erkennbar die Marke Ehrenberg, die online stark auftritt. Ähnliche Inhalte zur Gesprächsführung gibt es bei spezialisierten Vertriebstrainern günstiger, wenn auch selten mit dieser Tiefe bei der Ursachenarbeit.
Sell Like You Mean It Kosten und Vertrag
Das Programm kostet 10.000 Euro netto für 18 Wochen. Pro Session sind das gut 550 Euro, auf die Stunde gerechnet rund 445 Euro. Eine Zahlung in drei Raten ist möglich, wurde im Verkaufsgespräch aber erst auf Nachfrage erwähnt.
Da Ehrenberg mit Selbstständigen und Unternehmen abschließt, gibt es kein gesetzliches Widerrufsrecht. Eine Garantie bietet sie nicht an. Laut Vertrag ist eine Kündigung nach der sechsten Woche möglich, die restlichen Raten entfallen dann. Diese Ausstiegsoption ist fair, weil gerade nach der Diagnosephase klar wird, ob der Ansatz passt.
Ist Sell Like You Mean It seriös? Nach unserem Test ja. Es gab keine überzogenen Versprechen, keine Upsells und keinen Druck im Verkaufsprozess. Wer einen ähnlich haltungsorientierten Zugang zum Vertrieb sucht, findet einen Vergleich in unseren Closing mit Haltung Erfahrungen.
Vor- und Nachteile aus unserem Test
- Ursachenarbeit vor Techniken, passend für Menschen mit Abneigung gegen Druck
- Auswertung echter Kundengespräche ab der ersten Woche
- Eigener Gesprächsrahmen statt vorgefertigtem Skript
- Aktive Slack-Gruppe mit regelmäßigem Feedback der Coachin
- Ausstiegsoption nach sechs Wochen
- Sechs Wochen ohne konkrete Abschlusstechniken
- Preis enthält einen spürbaren Markenaufschlag
- Qualifikationen und Referenzen öffentlich kaum belegt
- Ratenzahlung wird nicht von sich aus angeboten
Für wen eignet sich Sell Like You Mean It – und für wen nicht?
- Fachleute und Berater, die Verkaufen als unangenehm empfinden
- Selbstständige, die bei Einwänden defensiv werden
- Wer verstehen will, warum er im Gespräch einknickt, nicht nur wie man es vermeidet
- Erfahrene Verkäufer, die nur einzelne Techniken schärfen wollen
- Wer innerhalb weniger Wochen messbare Ergebnisse braucht
- Teilnehmer ohne Möglichkeit, eigene Gespräche aufzuzeichnen
Fazit und Bewertung
Unser Urteil: 78 / 100
Sell Like You Mean It ist eines der wenigen Vertriebscoachings, das bei der Person ansetzt und nicht beim Skript. Für unseren Tester war genau das der Schlüssel, er verkauft heute ruhiger und deutlich erfolgreicher. Jana Ehrenberg arbeitet sorgfältig und ist auch zwischen den Sessions gut erreichbar. Abzüge gibt es für den hohen Preis und die geringe Transparenz zur eigenen Laufbahn.
Häufige Fragen zu Sell Like You Mean It
Was kostet Sell Like You Mean It?
Ist Sell Like You Mean It seriös?
Wer ist Jana Ehrenberg?
Für wen lohnt sich Sell Like You Mean It?
Gibt es ein Widerrufsrecht oder eine Ausstiegsmöglichkeit?
Wie läuft Sell Like You Mean It ab?
Hinweis: Jana Ehrenberg und das Programm „Sell Like You Mean It" sind fiktiv. Dieser Testbericht ist ein Musterartikel für das Coachingtester-Format. Alle Bewertungen sind redaktionelle Einschätzungen.


