Closers Only Erfahrungen: Was kostet es, ist es seriös?
Dennis Hartwig verkauft Closers Only als Premiumprogramm für Vertriebler, die zu oft beim Preis nachgeben. Wir haben 18 Wochen teilgenommen und gezählt, wie viele Rabatte danach noch übrig waren.
Autor: Normen Bramkamp, RedaktionWer wir sind und wie wir testen: Über die Redaktion von Coachingtester
Auf einen Blick: Closers Only ist inhaltlich stark, besonders bei Preiseinwänden und Nachfassen. Unser Tester gab deutlich weniger Rabatte und steigerte seine Quote in der Kaltakquise von unter 20 auf rund 34 Prozent. Der Preis pro Stunde ist allerdings der höchste in unserer Vertriebskategorie.
18-wöchiges 1:1-Programm mit eigener Methodik und wöchentlichen Peer-Calls
Inhaltsverzeichnis
- Warum wir Closers Only getestet haben
- Die Methode: Structured Conviction Selling
- So lief das Programm Woche für Woche
- Die Mastermind-Gruppe: echte Calls statt stiller Chat
- Dennis Hartwig im Umgang
- Was am Ende messbar war
- Closers Only Kosten, Vertrag und Transparenz
- Vor- und Nachteile
- Für wen geeignet?
- Fazit und Bewertung
- Häufige Fragen
Warum wir Closers Only getestet haben
Closers Only taucht in Vertriebsforen auffällig oft auf, meist mit zwei Fragen: Ist das Programm von Dennis Hartwig seine 16.500 Euro wert, und steckt hinter der Methode mehr als ein neuer Name für alte Techniken? Beides wollten wir wissen. Ein Redaktionsmitglied mit acht Jahren Erfahrung im B2B-Vertrieb hat das Programm deshalb unter eigenem Namen gebucht. Bezahlt hat die Redaktion, Hartwig wurde nicht informiert.
Der Tester verkauft als freier Berater Prozessoptimierung an Logistikunternehmen und gewinnt einen Großteil seiner Kunden über Kaltakquise. Sein Problem war klar benannt: Er kam oft bis zum Angebot, gab dann aber beim ersten Preiseinwand nach. In etwa jedem zweiten Abschluss des Vorjahres steckte ein Rabatt von zehn Prozent oder mehr. Angebote ohne Antwort fasste er unregelmäßig und meist zu spät nach.
Die Methode: Structured Conviction Selling
Hartwig nennt seinen Ansatz „Structured Conviction Selling“. Hinter dem sperrigen Namen steckt ein Modell aus fünf Gesprächsphasen, kombiniert mit Fragetechniken aus der motivierenden Gesprächsführung. Der Unterschied zu vielen Vertriebsklassikern liegt in einer Regel, die Hartwig in jeder Session wiederholte: Der Preis wird erst genannt, wenn der Kunde den finanziellen Schaden seines aktuellen Problems selbst beziffert hat.
Das klingt simpel, verändert aber das ganze Gespräch. Unser Tester stellte ab Woche drei vor jeder Preisnennung die Frage, was die bisherige Lösung den Kunden im Jahr kostet. In vier von fünf Gesprächen nannte der Kunde eine Zahl, die deutlich über dem Angebot lag. Der Preiseinwand blieb danach häufiger aus.
Die Methode ist erkennbar eigene Arbeit und nicht aus einem Bestseller abgeschrieben. Sie wirkt aber auch an manchen Stellen starr. Bei kleinen Aufträgen unter 5.000 Euro passt der fünfstufige Ablauf schlecht, das räumte Hartwig selbst ein.
So lief das Programm Woche für Woche
Jede Woche gab es eine 1:1-Session von 60 Minuten per Video. Dazu kamen ein Workbook mit Gesprächsvorlagen und ein wöchentlicher Peer-Call der Mastermind-Gruppe am Donnerstagabend.
- Woche 1 bis 3: Analyse der bisherigen Pipeline und Aufbau einer Umsatzstrategie. Die versprochene „individuelle Strategie“ war allerdings eine Vorlage mit festen Feldern, die erst im Lauf der Sessions gemeinsam gefüllt wurde.
- Woche 4 bis 8: Die fünf Gesprächsphasen, jede mit eigenem Rollenspiel. Ab Woche sechs bemerkte unser Tester, dass er Fragen stellte, ohne vorher an die Vorlage zu denken.
- Woche 9 bis 13: Preisverteidigung. Hartwig ließ den Tester Einwände in drei Typen sortieren: echtes Budgetproblem, Verhandlungstaktik und fehlender Nutzen. Für jeden Typ gibt es eine eigene Antwortstrategie.
- Woche 14 bis 18: Follow-up-System und Kaltakquise. Unser Tester arbeitet seitdem mit einem festen Ablauf aus vier Kontakten in 14 Tagen nach jedem Angebot.
Die Sessions waren dicht und gut vorbereitet. Hartwig kam fast immer mit Notizen aus der Vorwoche und fragte konkret nach, was umgesetzt wurde. Leerlauf gab es kaum.
Die Mastermind-Gruppe: echte Calls statt stiller Chat
Viele Programme in dieser Preisklasse versprechen eine Community und liefern einen leeren Chat. Bei Closers Only war das anders. Die Peer-Calls fanden in 18 Wochen 16-mal statt, mit jeweils sechs bis zehn Teilnehmern. Meist stellte ein Teilnehmer einen laufenden Deal vor, die anderen fragten nach.
In einem Call in Woche elf schilderte ein Teilnehmer, wie ein Einkaufsleiter ihn seit Wochen mit „Wir melden uns“ hinhielt. Die Gruppe spielte das nächste Telefonat im Call durch. Eine Woche später berichtete er von einem unterschriebenen Vertrag. Solche Momente machen einen Teil des Preises verständlich.
Dennis Hartwig im Umgang
Unsere Dennis Hartwig Erfahrungen sind überwiegend gut. Hartwig ist direkt, manchmal unbequem und sehr gut vorbereitet. Ausreden ließ er nicht gelten. Als unser Tester in Woche zehn erklärte, er habe das Follow-up wegen eines vollen Kalenders ausgelassen, ließ Hartwig ihn noch in der Session drei Nachfass-Mails schreiben und absenden.
Zwischen den Sessions war er über eine Messenger-Gruppe erreichbar, Antworten kamen meist innerhalb von 24 Stunden. Zweimal schickte unser Tester kurz vor einem wichtigen Termin eine Frage zu einem Einwand und bekam jeweils eine Sprachnachricht mit einem konkreten Vorschlag zurück.
Weniger gefallen hat uns die Neigung, in Sessions eigene Erfolge zu erzählen. Etwa jede dritte Stunde begann mit einer Anekdote aus Hartwigs Zeit im Konzernvertrieb. Das war unterhaltsam, kostete bei 60 Minuten Sessiondauer aber spürbar Zeit. Auf einen Hinweis hin wurde es besser.
Was am Ende messbar war
| Kennzahl | Vor dem Programm | Letzte 8 Wochen |
|---|---|---|
| Abschlussquote aus Kaltakquise | unter 20 % | rund 34 % |
| Abschlüsse mit Rabatt | etwa 50 % | 2 von 11 |
| Tage bis zur Entscheidung nach Angebot | rund 30 | rund 17 |
Unser Tester hat die Werte selbst aus seinem CRM gezogen. Ein Teil des Effekts geht auf das strengere Nachfassen zurück, nicht nur auf die Gesprächsführung. Hartwig verspricht keine konkreten Zahlen, und das ist auch richtig so.
Wichtiger als jeder Durchschnittswert war für unseren Tester ein einzelner Auftrag über 38.000 Euro in Woche 15. Früher hätte er dort nach eigener Einschätzung zehn Prozent nachgelassen. Diesmal blieb der Preis stehen, der Kunde unterschrieb trotzdem.
Closers Only Kosten, Vertrag und Transparenz
Die Closers Only Kosten betragen 16.500 Euro netto. Bei 18 Sessions à 60 Minuten liegt der rechnerische Stundensatz bei über 900 Euro. Die Peer-Calls und die Vorbereitung durch Hartwig relativieren das etwas, ändern aber nichts daran, dass dieses Programm teuer ist. Bezahlt wird einmalig oder in zwei Raten zu Beginn und nach neun Wochen.
Der Vertrag schließt ein Widerrufsrecht aus, da er sich an Unternehmer richtet. Eine Geld-zurück-Garantie gibt es nicht. Es gibt aber eine Pausenregel: Bei Krankheit oder Urlaub können bis zu drei Sessions verschoben werden, ohne dass sich die Laufzeit verkürzt.
Bei der Transparenz hat Hartwig Nachholbedarf. Seine Website spricht von „15 Jahren Vertriebserfahrung“ und einer nicht näher genannten Coaching-Ausbildung. Erst auf Nachfrage nannte er ein BWL-Studium und zwei zertifizierte Ausbildungen zum Vertriebstrainer. Das ist ein solides Fundament und sollte offen dastehen.
Ist Closers Only seriös? Ja. Leistungen und Vertrag passten zusammen, aggressive Verkaufsmethoden haben wir weder im Erstgespräch noch während des Programms erlebt. Zum Vergleich: Ein vergleichbar wirksames, aber spürbar günstigeres Abschlusscoaching beschreiben wir in unseren Close with Confidence Erfahrungen mit Markus Dreyer.
Vor- und Nachteile aus unserem Test
- Eigene, durchdachte Methodik mit klarer Regel zur Preisnennung
- Sehr dichte, gut vorbereitete 1:1-Sessions
- Wöchentliche Peer-Calls mit echtem Austausch
- Konkretes Follow-up-System, das sofort einsetzbar ist
- Pausenregel für bis zu drei Sessions
- Stundensatz von über 900 Euro
- Die versprochene individuelle Strategie startet als Standardvorlage
- Qualifikationen werden erst auf Nachfrage genannt
- Methode passt schlecht zu kleinen Auftragsvolumen
Für wen eignet sich Closers Only – und für wen nicht?
- B2B-Vertriebler und Berater mit Auftragswerten im fünfstelligen Bereich
- Wer oft beim Preis nachgibt und Rabatte ohne Gegenleistung gewährt
- Selbstständige mit viel Kaltakquise und unstrukturiertem Nachfassen
- Anbieter mit kleinen Aufträgen und kurzen Verkaufsgesprächen
- Einsteiger, die erst Grundlagen der Gesprächsführung lernen müssen
- Wer sein Budget nicht innerhalb eines Jahres über Mehrumsatz zurückholen kann
Fazit und Bewertung
Unser Urteil: 74 / 100
Closers Only hat unserem Tester geholfen, seine Preise zu halten und Angebote konsequent nachzufassen. Dennis Hartwig arbeitet konzentriert, seine Methode ist eigenständig, und die Peer-Calls bringen echten Mehrwert. Gemessen an der Leistung ist das Programm aber zu teuer, und die Kommunikation zur eigenen Person ist ausbaufähig. Wer im B2B große Aufträge verkauft, kann den Preis über weniger Rabatte zurückholen, alle anderen eher nicht.
Häufige Fragen zu Closers Only
Was kostet Closers Only?
Ist Closers Only seriös?
Wer ist Dennis Hartwig?
Für wen lohnt sich Closers Only?
Gibt es eine Geld-zurück-Garantie bei Closers Only?
Wie läuft Closers Only ab?
Hinweis: Dennis Hartwig und das Programm „Closers Only" sind fiktiv. Dieser Testbericht ist ein Musterartikel für das Coachingtester-Format. Alle Bewertungen sind redaktionelle Einschätzungen.


