Wer nach Kilian Kropiunik Erfahrungen sucht, findet zuerst Werbung und dann oft wenig Handfestes. Deshalb haben wir das Coaching 5 Monate selbst getestet: aus eigener Tasche, in den Live-Calls, auf Demo und danach live.
Coaching-erfahrung.de ist als gemeinnützige Redaktion angetreten, weil es im Coaching-Markt kaum Tests gibt, die über mehrere Monate laufen und nicht vom Anbieter bezahlt sind. Wir kaufen Programme zum normalen Preis, nutzen sie im Alltag und schreiben auf, was hält und was nicht.
Wer selbst Erfahrungen mit Kilian Kropiunik oder einem anderen Coaching gemacht hat, kann sich bei uns melden: redaktion@coaching-erfahrung.de
Auf einen Blick: 5 Monate Finanzcode, April bis Anfang September 2026, aus eigener Tasche. Getestet wurden Live-Calls, Support, Community, Lernplattform sowie Demo- und Realkonto. Ergänzt durch ein Gespräch mit dem Teilnehmer Sven, den wir in den Calls kennengelernt haben.
Getestet hat Normen Bramkamp aus der Redaktion von coaching-erfahrung.de. Gekauft zum regulären Preis. Keine Kooperation, keine Bezahlung durch Kilian Kropiunik oder sein Team. Normen war zu Beginn ein kompletter Trading-Anfänger ohne Vorerfahrung.
Der Test lief von Anfang April 2026 bis Anfang September 2026. Die Mitgliedschaft dauerte 5 Monate. Davon 1 Monat Demo-Trading und 4 Monate Live-Trading.
Der Preis von Kilian Kropiuniks Finanzcode liegt bei 220 € monatlich auf eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten, zahlbar in Raten. Die Coachingkosten im Testzeitraum lagen bei 1.100 €. Diese Summe ist nicht vom Tradingplus abgezogen. Nach dem offiziellen Testende läuft die Mitgliedschaft weiter.
Startkapital: 5.000 €.
Endkapital Anfang September 2026: 9.565,20 €.
Plus: 4.565,20 €.
Live-Trades: 32. Davon 23 gewonnen, 9 verloren.
Winrate: 71,8 %.
Längste Verlustserie: 3 Trades hintereinander, zusammen 570 €.
Stärkster einzelner Trade: 470 € in rund 15 Minuten in einem Live-Call mit Armin Tutic.
Im Vertrag steht das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Danach ist ein Widerruf nicht mehr möglich. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.
Skeptisch waren wir wie bei den meisten Angeboten in dem Markt. Das Marketing von Kilian Kropiunik ist präsent. Wer einmal auf eine Anzeige klickt, sieht ihn danach oft wieder.
Im Kurs selbst wirkt der Ton nüchterner als in den Anzeigen. Weniger Show, mehr Regelwerk. Genau dieser Abstand zwischen Werbung und Alltag war der Grund, 5 Monate dabeizubleiben.
Was uns zum Einstieg bewegt hat, war das Preismodell. Viele Trading-Coachings verlangen 5.000 bis 10.000 € auf einmal. Der Finanzcode läuft über 220 € im Monat. Die Hürde ist niedriger. Die Bindung über 12 Monate bleibt.
| Punkt | Details |
|---|---|
| Preis | 220 €/Monat, Mindestlaufzeit 12 Monate |
| Format | Videokurse, Community, Live-Calls, 1:1-Support |
| Mentoren | Kilian Kropiunik, Armin Tutic, Jason Timmermann, Tommy Nghiem |
| Onboarding | Persönliches Gespräch nach Beitritt, im Test mit Tommy Nghiem |
| Support | 1:1-Gruppe, im Test Antworten oft in 5 bis 60 Minuten, 7 Tage die Woche |
| Zusatz | Trading-Bot nicht enthalten. Im Test gab es einen Indikator mit Signalen |
Öffentliche Seite: https://kiliankropiunik.de
Donnerstag 14 Uhr: Live Trading mit Jason Timmermann.
Mittwoch 20 Uhr, alle 2 Wochen: Call mit Armin Tutic.
Sonntag 20 Uhr: Coaching-Call mit Jason Timmermann.
Sonntag 21 Uhr: Weekly Outlook mit Kilian Kropiunik und Armin Tutic.
In den 5 Monaten waren wir bei den meisten Terminen. Kleinere Runden mit 60 bis 80 Leuten wirkten ruhiger. Große Sonntagcalls mit 100 bis 150 Leuten liefen vor allem über den Chat. Die Live-Calls sind überwiegend sachlich und dem Lesen der Charts gewidmet, nicht der Stimmungsmache.
Der stärkste Termin war der Weekly Outlook um 21 Uhr. Inhaltlich klar, und Kilian Kropiunik war dort regelmäßig zu sehen. Der Coaching-Call um 20 Uhr ist dichter und theorielastiger. Für Fortgeschrittene brauchbar, für den ersten Monat anstrengend.
Jedes Mitglied bekam eine 1:1-Gruppe mit den Mentoren. Antwortzeiten lagen meist zwischen 5 und 60 Minuten. Der Vorteil: Es wird nicht nur unter der Woche geantwortet, sondern 7 Tage. Proaktiv schreibt das Team selten. Wer nicht selbst fragt, bekommt wenig.
Austausch ist da. Über den Tag teilen Kilian Kropiunik, Armin Tutic, Jason Timmermann und Tommy Nghiem Einstiege und kurze Analysen in der Gruppe. Nützlich wird das, wenn man die Module und Calls schon mitgeht. Am Anfang wirkt die Menge eher nach Dauerbetrieb als nach Ruhe.
Übersicht und Videoqualität lagen über dem, was man nach den Anzeigen erwartet. Der Gegensatz bleibt: außen laut, innen ordentlich produziert.
Die Kilian Kropiunik Erfahrungen in diesem Teil sind die von Tester Normen Bramkamp.
Der größte Erfolg im Test war ein Live-Call mit Armin Tutic, kurz nach 14:30 Uhr. Armin gab eine klare Bedingung: Wenn Bitcoin unter 80.500 Dollar schließt, short. Ein großer Teil der Runde ist mitgegangen. Normen hat diesen Trade ebenfalls kopiert. In rund 15 Minuten standen 470 € auf dem Konto. Im Chat war die Erleichterung hörbar. Für uns war das der Moment, in dem die Regeln aus den Videos zum ersten Mal sichtbar im Markt ankamen.
Profit in 15 Minuten 470 € · Gemeinsam im Call · Live
Das bleibt ein Trade. Kein Maßstab für die restlichen Wochen.
Der größte Frust kam nicht an einem Nachmittag, sondern als Serie. 3 Verluste hintereinander, zusammen 570 €, obwohl die Regeln eingehalten waren. Juli lag das Live-Konto bei −11,8 %. Wer in so einer Woche impulsiv nachlegt, wird vom Coaching nicht aufgefangen. Thematisiert wird das in den Calls. Abgenommen wird es einem trotzdem nicht.
Zusätzlich haben wir 10 Live-Calls der Mentoren mitverfolgt, in denen tatsächlich Positionen gesetzt wurden. 8 davon liefen am Ende im Plus. Für uns spricht das für praxisnahe Arbeit am Chart, nicht für eine Garantie.
Hinweis: Wer zu Impulsivität oder Spielsucht neigt, sollte von Trading die Finger lassen.
Der Bot, der in den Anzeigen vorkommt, lag in unserem Zugang nicht drin. Was wir nutzen konnten, war ein Indikator mit Signalen. Wer den Bot erwartet, weil er ihn in Videos gesehen hat, merkt das erst nach dem Beitritt.
Mit sehr kleinem Startkapital rechnet sich das Modell in diesem Testbild schlecht. Die monatliche Gebühr läuft weiter, während die sinnvolle Positionsgröße klein bleibt. Im Videokurs taucht zusätzlich Fremdkapital-Trading auf. Das hat die Redaktion nicht getestet. Wer auf das Geld angewiesen ist, sollte die Finger davon lassen.
Damit der Test nicht nur unsere Sicht bleibt, haben wir mit Sven gesprochen. 51, aus Hamburg, seit 6 Monaten im Finanzcode. Kennengelernt haben wir ihn in den Live-Calls.
Als ich in den Kurs gestartet bin, hätte ich mir nicht so viel Technik erwartet. Ich wäre eher davon ausgegangen, dass ich das ganze Ding für mich arbeiten lasse, aber dann war doch eine Menge Theorie vor mir.
Die Menge am Anfang hat ihn überfordert. Auch die aktive Gruppe fand er zwiespältig, gerade in den ersten Wochen. Was ihn hält, ist die Betreuung. Das Team sei erreichbar, jemand habe Verständnis, und die Analysen wirkten für ihn treffsicher.
Zusätzliches Vertrauen geben ihm Teilnehmer, die auch in den Calls auftauchen, etwa Erfahrungsberichte von Jörg sowie von Markus und Johanna auf YouTube. Nach Angaben aus dem Gespräch soll Jörg monatlich rund 5.000 € verdienen, Markus und Johanna sollen ihr Kapital innerhalb von 4 Monaten mehr als verdoppelt haben. Diese Zahlen konnten wir jedoch nicht nachvollziehbar überprüfen.
Die ersten zwei Monate habe ich ausschließlich auf dem Demokonto getradet und dabei keinen Cent verdient. Das war die Übungsphase, und die war auch nötig. In den vier Monaten danach mit echtem Geld habe ich mein Kapital mehr als verdoppelt.
Unsere Erfahrungen mit Kilian Kropiuniks Coaching passen zu den Erfahrungsberichten und Stimmen der Teilnehmer aus dem Coaching, mit denen wir persönlich gesprochen haben. Dennoch ist das Ganze nur für Leute, die Trading als Arbeit begreifen und Kapital einsetzen, das sie nicht zum Leben brauchen.
Fremdkapital, wie es im Videokurs vorkommt, haben wir nicht geprüft. Wer darauf spekuliert, kauft etwas, das in diesem Bericht nicht belegt ist.
Nach 5 Monaten eigenem Test und dem Gespräch mit Sven bleibt ein klares Bild. Der Finanzcode von Kilian Kropiunik ist kein Selbstläufer. Innen ist das Angebot nüchterner als die Werbung. Es gibt Arbeit, Calls und Regeln. Es gibt keine Erfolgsgarantie.
Unterm Strich 4.565,20 € Plus in 4 Monaten Live nach 1 Monat Demo-Trading. 32 Trades, 23 gewonnen, 9 verloren. Coachingkosten 1.100 € extra. Bot nicht genutzt. Ohne eigenen Einsatz wäre hier nichts passiert. Das Plus ist unser Konto, kein Versprechen an Leser.
86 von 100. Stark sind Betreuung, Plattform, das monatliche Modell und die Arbeit der Mentoren in den Live-Trades, die wir gesehen haben. Schwach sind die Bindung nach den 14 Tagen Widerruf, der fehlende Bot im Preis und die Lücke zwischen Anzeige und Kursalltag. Wer bereit ist, mehrere Monate zu lernen und Kapital einzusetzen, das er nicht zum Leben braucht, findet ein solides Coaching. Wer eine Garantie sucht, ist hier falsch.
Wir nutzen den Finanzcode nach Ende des offiziellen Testzeitraums weiter, aus eigener Überzeugung.
Coaching-erfahrung.de testet Online-Coachings gemeinnützig und unabhängig, über mehrere Monate und aus eigener Tasche. Wer selbst Erfahrungen mit Kilian Kropiunik oder einem anderen Coaching hat, positiv oder negativ, kann sich bei der Redaktion melden. So bleiben die Tests an echten Verläufen dran. Mail: redaktion@coaching-erfahrung.de
Rechtlicher Hinweis: Persönliche Testerfahrung der Redaktion und Bericht eines Teilnehmers. Genannte Ergebnisse sind einzeln. Beim Handel mit echtem Geld sind Verluste bis zum Totalverlust möglich. Keine Erfolgsgarantie.