Closers Only' – echte Methodik oder teures Selbstvertrauen auf Rechnung?
Coachingtester Mai 2025
Sales & Vertrieb Getestet: 18 Wochen Bezahlt durch Community-Spenden

„Closers Only" – echte Methodik oder teures Selbstvertrauen auf Rechnung?

Wir haben das Sales-Intensivprogramm von Markus Feld achtzehn Wochen lang anonym getestet – und wurden dabei öfter überrascht, als wir erwartet hatten.

Von der Coachingtester-Redaktion Veröffentlicht: Mai 2025 Testdauer: 18 Wochen Kosten: 16.500 €
MF

Markus Feld

Sales-Coach · „Closers Only" – 1:1-Intensivprogramm

Gesamtnote 7,4 / 10
Inhalt & Substanz 8,2 / 10
Preis-Leistung 5,8 / 10
Nachhaltigkeit 7,9 / 10
Transparenz 6,1 / 10

Worum geht es bei diesem Coaching?

Markus Feld vermarktet „Closers Only" als 18-wöchiges Premium-Intensivprogramm für Vertriebler und Selbstständige, die ihren Umsatz systematisch skalieren wollen. Das Versprechen ist klar umrissen: mehr Abschlüsse, kürzere Verkaufszyklen, weniger Rabattgespräche – und das ohne Manipulationstaktiken, die langfristig auf Kosten der Kundenbeziehung gehen.

Für 16.500 Euro erhalten Teilnehmende wöchentliche 1:1-Sessions, Zugang zu einer proprietären Methodik namens „Structured Conviction Selling", ein umfangreiches Begleit-Workbook sowie Eintritt in eine geschlossene Mastermind-Gruppe. Der Anspruch ist hoch – und der Preis erst recht.

Vor dem Coaching – so war die Ausgangssituation

Unser Tester – freiberuflicher B2B-Berater, Anfang vierzig, rund acht Jahre Vertriebserfahrung – buchte das Programm ohne Vorwarnung. Er beschrieb sich selbst als jemanden, der inhaltlich stark aufgestellt ist, im entscheidenden Moment des Gesprächs aber regelmäßig an Preiseinwänden scheitert, zu schnell nachgibt und Abschlüsse hinauszögert, weil ihm das nötige Commitment-Gespür fehlt.

Vorher
  • Häufige Rabattgespräche ohne klare Haltung
  • Unsicherheit bei Preisverteidigung im Abschlussgespräch
  • Zu wenig Struktur im Erstkontakt
  • Kein systematischer Nachfassprozess
  • Abschlussquote unter 20 % bei Kaltakquise
Nachher
  • Klare Gesprächsstruktur mit spürbarer Sicherheit
  • Preiseinwände frühzeitig und souverän adressiert
  • Abschlussquote auf rund 34 % gestiegen
  • Systematisches Follow-up fest etabliert
  • Deutlich weniger Rabattzugeständnisse

Was uns überzeugt hat

Markus Feld ist kein Motivationsredner im Traineranzug. Was ihn von vielen Anbietern in dieser Preisklasse unterscheidet: Er arbeitet konkret, messbar und ohne Füllmaterial. Die ersten vier Sessions hatten bereits eine Dichte, die man von einem 16.500-Euro-Programm erwarten darf – aber selten vorfindet.

Die Methodik „Structured Conviction Selling" ist erkennbar eigene Arbeit und keine umgelabelte Version gängiger Vertriebsklassiker. Sie verbindet Elemente der motivationalen Gesprächsführung mit klar definierten Gesprächsphasen – das wirkt weder gehetzt noch beliebig. Unser Tester berichtete, dass er ab Woche sechs spürbare Veränderungen im eigenen Gesprächsverhalten feststellte, ohne sich dabei „geskriptet" zu fühlen.

Besonders hervorzuheben: Die Mastermind-Gruppe war tatsächlich aktiv. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbsprogrammen, die eine Community versprechen und eine leere Slack-Gruppe liefern, fanden hier wöchentliche Peer-Calls mit substanziellem Austausch statt.

„Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, einen Abschluss nicht zu erzwingen, sondern zu verdienen. Das ist ein Unterschied, den ich vorher nicht hätte in Worte fassen können."

Wo wir kritisch sind

Der Preis von 16.500 Euro ist erheblich – und nicht für jeden zu rechtfertigen. Bei 18 Sessions à 60 Minuten ergibt sich ein Stundensatz von über 900 Euro. Markus Feld liefert solide Arbeit, aber der Premium-Aufschlag ist nur dann gerechtfertigt, wenn der Umsatzhebel tatsächlich greift – und das ist nicht bei jedem Profil garantiert.

Transparenz bei den Qualifikationen bleibt ein Kritikpunkt. Die Website nennt „15 Jahre Vertriebserfahrung" und eine nicht näher bezeichnete Coaching-Ausbildung. Auf direkte Nachfrage verwies Markus Feld auf ein abgeschlossenes BWL-Studium sowie zwei zertifizierte Vertriebstrainer-Ausbildungen – solide, aber hätte proaktiv kommuniziert werden sollen.

Außerdem: Die versprochene „individuelle Umsatzstrategie" zu Programmbeginn war in der Praxis ein standardisiertes Template, das erst im Verlauf der ersten Wochen gemeinsam befüllt wurde. Wer echte Maßarbeit ab Tag eins erwartet, sollte das im Vorgespräch explizit einfordern.


Unser Urteil

„Closers Only" ist eines der substanzstärkeren Angebote, die wir in der Sales-Coaching-Kategorie getestet haben. Markus Feld versteht sein Handwerk, arbeitet methodisch sauber und liefert eine Community, die den Namen verdient. Die messbaren Verbesserungen unseres Testers – von der Abschlussquote bis zum Umgang mit Preiseinwänden – sprechen für sich. Der hohe Preis und die etwas undurchsichtige Außenkommunikation bei Qualifikationen trüben das Bild, sind aber kein Ausschlusskriterium. Empfehlung: unbedingt ja – für erfahrene Vertriebler und Selbstständige mit dem nötigen Budget und dem klaren Willen, systematisch besser zu werden. Vorgespräch nutzen und konkret nach dem Ablauf der ersten vier Wochen fragen.

Hinweis: Dieser Test wurde vollständig anonym und ohne Wissen des Anbieters durchgeführt. Alle Kosten wurden aus Community-Spenden finanziert. „Markus Feld" und „Closers Only" sind fiktive Bezeichnungen – dieser Artikel dient als Musterartikel für das Coachingtester-Format. Alle Bewertungen sind redaktionelle Einschätzungen ohne rechtliche Verbindlichkeit.