Close with Conviction" – Vertriebscoaching mit echtem Biss oder teures Selbstvertrauen auf Raten?
Sales & Vertrieb Getestet: 20 Wochen Bezahlt durch Community-Spenden

„Close with Conviction" – Vertriebscoaching mit echtem Biss oder teures Selbstvertrauen auf Raten?

Wir haben das Sales-Intensivprogramm von Markus Feller zwanzig Wochen lang anonym unter die Lupe genommen – und wurden mehrfach überrascht.

Von der Coachingtester-Redaktion Veröffentlicht: Mai 2025 Testdauer: 20 Wochen Kosten: 17.000 €
MF

Markus Feller

Sales-Coach & Verhandlungsexperte · „Close with Conviction" – 1:1-Intensivprogramm

Gesamtnote 7,9 / 10
Inhalt & Substanz 8,5 / 10
Preis-Leistung 6,0 / 10
Nachhaltigkeit 8,0 / 10
Transparenz 6,5 / 10

Worum geht es bei diesem Coaching?

Markus Feller bewirbt „Close with Conviction" als zwanzigwöchiges 1:1-Intensivprogramm für erfahrene Vertriebler, Selbstständige und Führungskräfte, die im Sales systematisch an ihre Grenzen stoßen. Das Versprechen ist ambitioniert: messbar höhere Abschlussquoten, souveräne Einwandbehandlung und ein tieferes Verständnis für Entscheidungspsychologie – ohne manipulative Techniken, ohne aufgesetzte Skripte.

Im Lieferumfang enthalten sind wöchentliche Einzelsessions à 75 Minuten, ein proprietäres „Deal-Audit"-Framework als digitales Workbook, Zugang zu einer privaten Mastermind-Gruppe sowie monatliche Gruppenhotseats mit ausgewählten Programmteilnehmern. Der Preis von 17.000 Euro wird auf Wunsch in zwei Raten aufgeteilt – eine Ratenzahlung über mehr als zwei Tranchen ist nicht vorgesehen.

Vor dem Coaching – so war die Ausgangssituation

Unser Tester – selbstständiger B2B-Berater, Anfang vierzig, acht Jahre Vertriebserfahrung – buchte das Programm ohne Vorabankündigung an Markus Feller. Im Erstkontakt beschrieb er sich als jemanden, der regelmäßig starke Erstgespräche führt, Angebote jedoch zu oft ohne Rückmeldung verschwinden sieht. Seine Abschlussquote bei qualifizierten Leads lag nach eigener Einschätzung bei rund 22 Prozent – bei einem Zielwert von 40 Prozent.

Vorher
  • Abschlussquote stagnierend bei ~22 %
  • Unsicherheit bei Preisverhandlungen
  • Kein strukturiertes Follow-up-System
  • Einwände oft als persönliche Ablehnung erlebt
  • Fehlende Klarheit über eigene Positionierung
Nachher
  • Abschlussquote auf ~37 % gestiegen
  • Deutlich souveränere Preisverhandlungen
  • Strukturiertes Follow-up in vier Schritten
  • Einwände als Informationsquelle umgedeutet
  • Eigenes Angebotsprofil klar geschärft

Was uns überzeugt hat

Markus Feller ist kein Motivationsredner mit Mikrofon. Was ihn von vielen Anbietern in dieser Nische unterscheidet: Er arbeitet ausschließlich an realen Deals, die der Tester gerade aktiv führte. Keine abstrakten Rollenspiele, keine generischen Skripte. Jede Session begann mit einem konkreten Fall aus der laufenden Pipeline – und endete mit einer klaren Handlungsanweisung.

Das „Deal-Audit"-Framework erwies sich als eines der wertvollsten Elemente des Programms. Es zwingt dazu, jeden Einwand des Gegenübers systematisch zu kategorisieren – nach Informationsbedarf, Machtdynamik oder echtem Desinteresse. Diese Unterscheidung klingt trivial, verändert aber das Verhalten im Gespräch fundamental.

Positiv überrascht hat uns außerdem die Mastermind-Gruppe. Anders als bei vergleichbaren Programmen war sie tatsächlich aktiv: rege Diskussionen, echter Erfahrungsaustausch unter Teilnehmern auf ähnlichem Level, und Markus Feller selbst meldete sich mehrmals pro Woche mit gezieltem Input. Das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit.

„Ich dachte, ich weiß, wie man verkauft. Nach Woche fünf wurde mir klar, dass ich bisher hauptsächlich präsentiert habe – verkauft hatte ich selten."

Wo wir kritisch sind

17.000 Euro sind eine erhebliche Investition – und das Programm rechtfertigt diesen Preis nur bedingt in seinem Aufbau. Die ersten vier Wochen wirkten strukturell weniger durchdacht als der Rest: viele Grundlagen, wenig Tiefe. Wer bereits Vertriebserfahrung mitbringt, verliert hier Zeit. Eine kürzere Onboarding-Phase hätte dem Programm gut getan.

Kritisch anzumerken ist auch die Kommunikation rund um Qualifikationen. Auf der Website finden sich beeindruckend formulierte Angaben zu „zwanzig Jahren Vertriebserfahrung" und „mehreren Exits" – auf konkrete Nachfrage blieben die Antworten vage. Eine belastbare Liste früherer Klienten oder überprüfbare Referenzen wurde nicht vorgelegt. Wer 17.000 Euro investiert, hat ein Recht auf mehr Transparenz.

Schließlich: Das Programm ist ausdrücklich nicht für Einsteiger geeignet – das wird im Verkaufsgespräch aber nicht aktiv kommuniziert. Wer ohne belastbare Sales-Grundlage einsteigt, dürfte sich in vielen Sessions verloren fühlen. Ein klareres Erwartungsmanagement im Vorfeld wäre wünschenswert.


Unser Urteil

„Close with Conviction" ist eines der methodisch stärksten Sales-Coachings, das wir bislang getestet haben. Markus Feller liefert echte Substanz, arbeitet praxisnah und hat eine Mastermind-Community aufgebaut, die ihren Namen verdient. Die messbaren Fortschritte unseres Testers sprechen für sich. Was das Programm bremst, sind Transparenzlücken beim Anbieter und ein Preisschild, das ohne belegbare Referenzen schwer zu rechtfertigen ist. Unsere Empfehlung: unbedingt ja – für erfahrene Vertriebler mit Budget und dem Willen zur echten Verhaltensänderung. Aber: Vor der Buchung explizit Referenzen einfordern und die ersten Wochen als notwendige Anlaufphase einplanen.

Hinweis: Dieser Test wurde vollständig anonym und ohne Wissen von Markus Feller durchgeführt. Alle Kosten wurden aus Community-Spenden finanziert. Markus Feller ist eine fiktive Person – dieser Artikel dient als Musterartikel für das Coachingtester-Format. Alle Bewertungen sind redaktionelle Einschätzungen ohne rechtliche Verbindlichkeit.