„Close with Conviction" – echte Transformation oder teures Selbstvertrauen auf Raten?
Wir haben das Sales-Coaching von Markus Dreyer fünfzehn Wochen lang anonym getestet – und waren am Ende überrascht, wie viel tatsächlich hängenbleibt.
Markus Dreyer
Sales Coach · „Close with Conviction" – 1:1-Intensivprogramm
Worum geht es bei diesem Coaching?
Markus Dreyer positioniert sich als einer der wenigen deutschsprachigen Sales-Coaches, der psychologische Gesprächsführung mit handfester Abschlusstechnik verbindet. Sein Programm „Close with Conviction" richtet sich an selbstständige Berater, Account Manager und Vertriebsführungskräfte, die im Hochpreissegment verkaufen – und dort regelmäßig an mentalen Blockaden scheitern.
Das Programm läuft über 15 Wochen und umfasst wöchentliche 90-minütige Einzelsessions, ein umfangreiches digitales Workbook, Live-Rollenspiele mit Feedback-Protokoll sowie Zugang zu einer geschlossenen Telegram-Masterclass-Gruppe. Der Preis: 15.000 Euro pauschal, zahlbar in drei Raten.
Vor dem Coaching – die Ausgangssituation
Unser Tester – freiberuflicher IT-Berater, Anfang vierzig, seit Jahren im B2B-Umfeld tätig – buchte das Programm ohne vorherige Bekanntschaft mit Dreyer. Er beschrieb sich selbst als jemanden, der fachlich stark ist, aber im letzten Drittel eines Verkaufsgesprächs regelmäßig nachgibt: Rabatte ohne Gegenwert, endlose Follow-ups, Abschlüsse, die sich wie Niederlagen anfühlen.
- Starke Abschlussunsicherheit bei Preisverhandlungen
- Häufige Rabattgewährung ohne strategischen Anlass
- Kein strukturierter Gesprächsrahmen für Closing-Phasen
- Angst vor Ablehnung dominiert die Gesprächsführung
- Follow-up-Schleifen als Ausweichstrategie
- Klarer Gesprächsrahmen für Preisverhandlungen etabliert
- Drei Abschlüsse ohne Preiszugeständnis in Woche 12–15
- Ablehnung wird als Information, nicht als Urteil erlebt
- Deutlich kürzere Follow-up-Zyklen
- Eigene Verhandlungsblockaden benennen und unterbrechen können
Was uns überzeugt hat
Markus Dreyer ist kein Motivationsredner mit Krawatte. Die ersten Wochen des Programms sind ungewohnt psychologisch – er arbeitet mit Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie und dem Konzept der inneren Antreiber nach Schulz von Thun. Das klingt auf dem Papier abstrakt, entfaltet in der Praxis aber echte Wirkung: Unser Tester begann in Woche vier erstmals, seine eigenen Gesprächsmuster in Echtzeit zu erkennen.
Besonders überzeugend war die Kombination aus Theorie und Live-Übung. Die Rollenspiele – Dreyer spielt selbst den schwierigen Kunden – sind unangenehm realistisch und wurden von unserem Tester als die wertvollste Komponente des gesamten Programms beschrieben. Keine andere Maßnahme hat so schnell zu nachweisbaren Verhaltensänderungen geführt.
Dreyer selbst ist zugänglich, antwortet auf Nachrichten zwischen den Sessions und passt seinen Ansatz spürbar auf die individuelle Situation an. Das ist bei diesem Preisniveau kein Luxus – aber es ist auch nicht selbstverständlich.
„Ich dachte, ich lerne Techniken. Stattdessen habe ich gelernt, warum ich sie bisher nicht anwenden konnte. Das ist der eigentliche Unterschied."
Wo wir kritisch sind
Der Preis ist das offensichtlichste Problem. 15.000 Euro für ein Einzelcoaching ohne messbares Ergebnisversprechen ist eine Wette – und zwar eine, die nicht jeder eingehen sollte. Dreyer bietet keine Erfolgsgarantie, kein Geld-zurück-Modell und keine leistungsabhängige Komponente. Wer das Programm ohne sofortigen Umsatzzuwachs abbricht, trägt das Risiko vollständig selbst.
Die Telegram-Gruppe, die im Verkaufsgespräch als aktive Peer-Community angepriesen wurde, enttäuschte. In 15 Wochen postete Dreyer dort sieben Mal – darunter zweimal reine Terminankündigungen. Von echtem Austausch unter Teilnehmern war wenig zu spüren.
Darüber hinaus bleibt die Außendarstellung von Dreyer bewusst vage. Auf seiner Website finden sich keine verifizierbaren Referenzen, keine Abschlussquoten ehemaliger Klienten und keine klare Aussage zu seiner Ausbildung. Auf direkte Nachfrage nannte er ein abgeschlossenes Wirtschaftspsychologie-Studium und eine systemische Coaching-Ausbildung – das ist ein solides Fundament, hätte aber proaktiv kommuniziert werden sollen.
„Close with Conviction" ist eines der inhaltlich stärksten Sales-Coachings, das wir bislang getestet haben – das muss man ohne Einschränkung sagen. Markus Dreyer arbeitet methodisch fundiert, individuell und mit echtem Verständnis dafür, warum Vertriebsprofis scheitern. Die messbaren Veränderungen bei unserem Tester waren real und nachhaltig. Der Preis bleibt schwer zu rechtfertigen, solange Transparenz zu Qualifikation und Ergebnissen fehlt. Unsere klare Empfehlung lautet dennoch: unbedingt ja – wer das Budget hat, ernsthaft bereit ist, an sich zu arbeiten, und vorher ein kritisches Kennenlerngespräch mit konkreten Nachfragen führt, bekommt hier außergewöhnlichen Gegenwert.
Hinweis: Dieser Test wurde vollständig anonym und ohne Wissen von Markus Dreyer durchgeführt. Alle Kosten wurden aus Community-Spenden finanziert. Markus Dreyer ist eine fiktive Person – dieser Artikel dient als Musterartikel für das Coachingtester-Format. Alle Bewertungen sind redaktionelle Einschätzungen ohne rechtliche Verbindlichkeit.
